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Auf den Spuren von Theodor Fontane

Geführte Wanderungen und Anregungen zum individuellen Wandern

Aktualisierung: 29.09.2014


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Veranstalter: Wanderverein Fontane '91, Treptow

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Das "Hase und Igel"-Prinzip – Ein Rückblick auf die Fontanewanderung 2014

Am StartFontanewanderungen werden über ein Jahr vorher ausgedacht. Zunächst passiert das nur auf der Landkarte, dann gehe ich ins Gelände, sehe mir den Weg an und mache den ersten Entwurf einer Streckenbeschreibung. Bei diesen Vorwanderungen sehe ich mir auch schon die Stellen genauer an, die Theodor Fontane in seinen Wanderungen beschrieben hat. Das alles erfordert schon eine ganze Menge Zeit, denn vielfach verlaufen die Wege in der Natur doch nicht so wie erwartet. Wenn man dann endlich alles "im Kasten" hat, wird die Streckenbeschreibung kontrolliert, denn wir wollen ja nicht, dass sich ein Wanderer, der nur nach dieser Beschreibung wandert, verläuft. Die GumnitzIm Normalfall, gibt es bei dieser Kontrolle nur geringfügige Änderungen. In diesem Jahr hatten wir es aber mit einem Waldgebiet zu tun, welches sich hartnäckig weigerte, seine Wege preiszugeben. Da musste nach der Kontrolle alles noch einmal vor gewandert, beschrieben – und natürlich auch wieder kontrolliert werden. Dafür verlief die Strecke dann vom Start ab aber wirklich abseits der ausgetretenen Wege, die um Müncheberg vielleicht denkbar wären. Das Naturschutzgebiet "Die Gumnitz" ist sicherlich noch von wenigen bewandert worden und eine gute Streckenbeschreibung ist uns mit der gewohnten Unterstützung von Horst Zscheile auch wieder gelungen. Das die diesjährige Wanderung nicht allzu viel "Fontanebezüge" enthielt, lag ja daran, dass „unser“ Schriftsteller nicht viel über diese schöne Gegend geschrieben hat. Ja, mit 16 km war die kürzeste Strecke vielleicht ein wenig zu lang für die Mehrheit der Vereinsmitglieder von "Fontane '91" und ja, ich hätte mir auch vorgestellt, dass in Kienbaum, dem Ziel dieser kurzen Strecke, ein Linienbus fährt. Aber man kann ja nicht alles haben, und das Taxi-Unternehmen in Rehfelde hat sich sicherlich über den Fahrauftrag gefreut!

Die GumnitzSo weit, so gut. Die Probleme kamen erst später: Leider musste ich mich gesundheitlich aus dem Verkehr ziehen. Gern wäre ich die ganze Strecke mitgewandert, aber das wollte ich den Teilnehmern nun wirklich nicht antun - es hätte zu lange gedauert. So erklärte sich Karl-Heinz Böhm freundlicherweise bereit, meinen Part zu übernehmen. Als dann aber zwei Tage vor der Wanderung auch noch Klaus Grunert, der für die kurze Strecke als Wanderleiter vorgesehen war, absagte, war die Not groß. Am MaxseeZum Glück sprang Jürgen Herzog in die Bresche und musste nun völlig unvorbereitet über den Parcours. (In Wikipedia kann man die Definition nachlesen: "eine Strecke mit vorbereiteten Hindernissen"). Auch am Ziel der mit ursprünglich 26 km geplanten Mittelstrecke wurde inzwischen der Linienbusverkehr eingestellt. Da gab es dann nur noch die Alternative, die Strecke um 2 km zu verlängern und den Teilnehmern den Weg zu zeigen. Für einen weiteren Wanderleiter reichte die "Personaldecke" nicht. Zum Glück nahm diese Möglichkeit keiner in Anspruch, aber man weiß ja nie!

Am frühen Morgen den 10. Mai trafen wir uns also am Bahnhof Lichtenberg, um nach Müncheberg zu fahren. Hier erklärte ich den Teilnehmern, warum ich in diesem Jahr "wandern lasse" und schon ging die Wanderung los. Eigentlich wollte ich ja noch die ersten 5 km mithalten, aber da hatte ich die Rechnung ohne Kalle gemacht. Nach 100 m sah ich nur noch eine Staubwolke und nach 1 km war die Gruppe nur noch von ganz entfernt zu sehen. So stiefelte ich hinterher und traute meinen Augen nicht, als ich plötzlich Elke sah, die mir erklärte, dass sie "von der Gruppe nach einer 'Buschpause' zurückgelassen wurde". Fast gleichzeitig erhielt ich einen "Notruf" über Handy. Offenbar war das Verschwinden doch schon bemerkt worden. So hatte ich wenigstens die Gelegenheit, die Gruppe noch einmal einzuholen. Dann aber gingen wir eigene Wege. Ich lief zur Chaussee und ließ mich von einem Taxi nach Kienbaum fahren. Der Fahrer hatte von einer anderen Fahrt noch das Schild "Krankentransport" im Auto zu liegen. Da rümpfte ich die Nase, denn das war ja nun wirklich nicht notwendig.

Am Start„Ich bin schon da“, sagte ich, als die Gruppe in Kienbaum ankam. Hier hatten wir eine Stunde für die Kirchenführung eingeplant.Kirche Kienbaum Familie Kothe machte uns mit vielem Interessanten bekannt, darunter die von der "Kirchenjuste", oh pardon, Ihrer Majestät Auguste Viktoria, signierte Bibel und das Uhrwerk im Kirchturm, welches von Papa Kothe wie eine kleine Kostbarkeit betreut wird. Dann war es aber wieder höchste Zeit, um weiter zu wandern. Das gleiche Szenario, wie beim Anfang der Wanderung, aber immerhin habe ich das Tempo diesmal bis kurz hinter Liebenberg ausgehalten. Danach sah ich die Gruppe nur noch kurz am Ende des Feldes in den Wald verschwinden und nach meiner Walddurchquerung war von der Gruppe nichts mehr zu sehen, obwohl sich wieder ein langer Feldabschnitt anschloss. Da ich ja die Strecke kannte, lief ich bis Kagel allein hinterher, wohl wissend, dass ich den Linienbus nach Erkner dort nicht mehr schaffen würde.

Da ich mir aber in den Kopf gesetzt hatte, die Wanderer noch einmal zu treffen, versuchte ich es per Autostopp. Und es gelang! Das junge Fahrerpärchen erkun­digte sich nur scherzhaft, ob ich nicht vielleicht ein Serienkiller sei – und fuhr mich dann bis zum Denkmal an der Großen Wallbrücke. "Ich bin schon da" sagte ich wiederum, als erst zwei Teilnehmer aus dem Löcknitztal auftauchten und noch einmal "ich bin schon da", als dann nach gefühlten 30 Minuten der Rest der Gruppe kam. Die restlichen gut zwei Kilometer zum Bf. Fangschleuse bin ich dann mitgelaufen.

Was ich so von den Teilnehmern hörte, war die einhellige Meinung, dass es wieder eine sehr interessante und abwechslungsreiche Wanderung war. Ich danke den beiden Wanderleitern und finde, dass ich die Wahl gut getroffen hatte. Vielleicht kann sich daraus auch für die weiteren Fontanewanderungen eine Partnerschaft anbahnen.

Liebenberger SeeFontanekieferDenkmalDie Wandergruppe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich danke dem Wanderfreund Heinz Otto für die Zurverfügungstellung einiger Fotos.

Egon Poppe




Trotz GDL-Streik wird gewandert - Die Fontanewanderung im Herbst

Am Start in Zossen Mit mehr als einer Stunde Verspätung starteten wir die Fontane-Herbstwanderung in Zossen. Trotz GDL-Streik fanden sich 11 Wanderfreunde, die 15 km in Angriff zu nehmen. Bei sommerlichen Temperaturen wanderten wir zunächst am Nottekanal entlang. Es ging weiter über Mellensee bis nach Klausdorf. Im Freibad am Mellensee machten wir eine ausgedehnte Mittagspause. Die Bademöglichkeit wurde aber nicht genutzt. Nachdem wir in Klausdorf die B96 erreicht hatten, ging es weiter durch den Schatten spendenden Wald vorbei an den Gipsbrüchen nach Sperenberg. Trotz der steigenden Temperaturen ist kein Wanderer vorher ausgestiegen. Es blieb ausreichend Zeit, noch den einen oder anderen Pilz zu ernten und Pflaumen zu pflücken, so das wir rechtzeitig mit dem Bus um 15:47 Uhr nach Zossen fahren konnten. Ein pünktlich einfahrender RE7 brachte uns zurück nach Berlin.

WandersfrauenNatürlich gab es auch eine lange Strecke. Da ich mich ja seit längerer Zeit mit Hüftbeschwerden herumplagte, habe ich mich entschlossen, die 36 km diesmal nicht mitzuwandern und übertrug die Leitung meiner Frau. Ja, auch die Teilnehmer der langen Strecke hatten unter dem GDL-Streik zu leiden. Sie konnten aber nicht darauf warten, dass sich der Fahrplan so gegen 11:00 Uhr wieder normalisiert hat - dann wäre die Wanderung nicht mehr zu schaffen gewesen. So entschlossen wir uns, mit eigenen PKW's zum Start zu fahren - und siehe da: die Züge der ODEG kamen pünktlich in Königs Wusterhausen an. Darauf hat sich aber leider nur eine Mitwanderin verlassen. So fuhr ich dann die Minigruppe nach Mittenwalde und ließ sie dann wandern.

GipssteinbruchDa das Auto nun einmal da war fuhr ich nach Zossen, um vielleicht dort mehr Wanderer zu treffen. Hier aber schlug der schon anfangs erwähnte Streik mit aller Heftigkeit zu. Es waren weder Züge noch Wanderer in Sicht. Dafür erreichte mich ein Notruf der Langstreckenwanderer. Sie sind aufgrund einer neu angelegten Siedlung etwas vom geplanten Weg abgekommen und fanden sich nun vor den Toren von Telz wieder. Ich brachte sie nach Zossen, wo ich sie auf den vermeintlich richtigen Weg schickte. Etwas später wurde mir mitgeteilt, dass dieser Weg an einem Bahnübergang endete, der wegen Bauarbeiten geschlossen war. Die Gruppe musste (trotz nicht fahrender Züge) umkehren und einen Umweg laufen. Ich wartete weiter geduldig auf die "Kurzstreckenwanderer" - aber dazu hat sich ja Klaus bereits im ersten Absatz geäußert.

Kloster AlexanderdorfNachdem die zahlenmäßig stärkere Gruppe losgewandert war, habe ich auch meine Zelte in Zossen abgebruchen und fuhr nach Klausdorf. Am dortigen Denkmalplatz wollte ich die Langstreckler in Empfang nehmen, um mit ihnen gemeinsam die 6 km bis nach Sperenberg zu wandern. Das war natürlich auch erst einmal mit Wartezeit verbunden, denn die Gruppe machte am Mellensee erst einmal ihre wohlverdiente Pause. Gemeinsam wanderten wir dann von Klausdorf am Faulen See vorbei zu den ehemaligen Gipssteinbrüchen. Ein sehr schönes Stück Weg, und ich überlege, diesen noch einmal - ohne den Rahmen einer Fontanewanderung - anzubieten. In Sperenberg verabschiedete ich mich von der Gruppe und hätte beinahe noch 4 km bis nach Klausdorf zurücklaufen müssen, wenn nicht ein freundlicher Autofahrer mich ein Stück mitgenommen hätte. Und während die Langstreckler in Richtung Ziel unterwegs waren, fuhr ich auch dorthin, um sie im Kloster Alexanderdorf in Empfang zu nehmen.

Ich habe mich gefreut, dass die Fontanewanderung trotz des GDL-Streiks durchgeführt werden konnte und bedanke mich bei allen, die diese Unbilden auf sich genommen haben.

Klaus Grunert (1. Absatz) und Egon Poppe

Wanderverein Fontane '91 e.V. Berlin, Vorsitzende: Ute Poppe
Vereinsregister: Berlin-Charlottenburg Nr. 11659 B, LSB-Vereinsnr.: 1259
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